Pollnow

Sagen und Erzählungen in und um Pollnow


3. Dei will Jäger deilt.

Min Grotvoder war en Buer. Hei mijjt gor tau geern up’d Jagd gohe un har sik uk ne halw Jagd pacht. Eis ging hei spod im Harwscht dirch dei Busch. Dat har all schnijjt. Hei sach väle Spure im Schnei un dacht sik so: „Morje will’k doch eis werre gohe; dat mutt wat jäwe.“ Nu würd schummer.
Up eis suust un bruust dat dirch dei Böm; dat schüddelt är, dat dei Telje ma so schläuje un pitschte. Dat fung an to krische un to hüle; dei ganz Busch jicht un jankt un blafft. Grotvoder bleev stohe. Hei keek sik üm, sach öwer nischt. Em würd öwer doch en bät gruglich. Hei dreiht sik üm un wull no Hus gohe; denn dei Larm würd immer düller.
Up eis jogd ut dem Busch eie nokt Wiiv, sprung vör em up de Weg un leip dor entlang. Kort dorup kamm eie grot Keel mit Flint un Haut as en Jäger un är no. Nu bleev Grotvoder uk nich mehr stohe. Vörn leip dat Wiiv, dorhinner hei un hinner är beids dei will Jäger. Grotvoder leip, wat hei künn, immer in dem Hollweg. Dor kunn em dei will Jäger nischt daune. Toletzt künn hei nich mehr. Hei jappt, dat Hart schlaug em bät anne Hals. Dei will Jäger öwer immer hinner em. Dor bleev hei stohe, dreiht sik üm un schreech: „Du, lot sinn! Dei halw Jagd is min!“
Dor bleev dei will Jäger uk stohe. Hei nikköppt. Dunn was hei weg; dat witt Wiiv uk. Grotvoder ging no Hus; hei was mehr dot as lebennig.
Am annere Morje was’t klor Werre. Hei meik dat Howdor up un wull rutseihe. Dar lag eie halw nokt Wiiv dorvör, midden dörchräte. Hei stunn un bedacht sik, wo dat herkomme künn. Dunn full em in, dat hei to’m wille Jäger secht har: „Dei halw Jagd is min.“ Hei har dat jo anners meint; öwer dei will Jäger har no sine Jagd deilt.


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4. Dei will Jagd in dei Jatzinger Schlucht.

Min Grotvoder vertellt: „As hei noch eie Kind was, hätt hei sehr arbede mißt. Sei wohnde dunn in Buckow. Hei un sin Mutter dede jede Wäk no Pollnow. Denn hier in Pollnow stunn mol bi dei Lohmähl ein Mähl; dorhen bröchte dei ganze Lüd ehre Rogge to’m Mohle. Dei Lüd mißde immer so lang wachte, bit dat Mehl fardig was, un dat duert immer sehr lang.
In ein Wäk ded min Grotvoder erst im Nächte von dei Mähl weg. Sei mißde dirch dei Jatzinger Schlucht. An dem Owend was grod sehr grot Sturm. As min Grotvoder in dei Schlucht weer, dor bellte eie Inn af Hunn, un Jägers dede scheite. Dor hätt min Grotvoder wißt, dat weer dei will Jagd. Hei truck an dei Karr, dat sei bloß rasch wegkeime. As sei all up dei Strot were, hätt dat in dei Luft noch immer so dunnert un knallt, dat dei Lüd in dei Hüs’ lope sind.“
Von dunn an is min Grotvoder nie mehr mit west no dei Mähl.


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