Pollnow

Sagen und Erzählungen in und um Pollnow


50. Die Sage vom Lindsberg.

Der Papenzinsee besteht aus drei durch zwei Untiefen getrennte Becken. Das südliche Becken gehört zum Kreise Bublitz, die Osthälfte der beiden anderen zu Rummelsburg und die Westhälfte zu Schlawe. Im Schlawer Kreise liegen neben der südlichen Steinuntiefe, wo die Endmoräne durch den See geht, der Fuchsberg und der Lindsberg. Beide bestehen aus Geschiebepackungen. Der gewaltige Block auf dem Lindsberg ist unter Naturschutz gestellt, und Hügel und Findling sind Kreiseigentum geworden.
Auf diesem Lindsberg soll früher ein Lindwurm gehaust haben, der unter dem Block begraben liegt. Das war eine gewaltige Eidechse, die auf der Nase noch ein fürchterliches Horn trug. Wenn sich ein Wesen dem Berg näherte, stieß der Wurm aus den Nasenlöchern einen Feuerstrahl, womit er Menschen und Tiere tötete, die er dann verschlang. Einmal kam ein Mann am Lindsberg vorüber, der sehr müde war. Er sah einen dicken schwarzen Baumstamm da liegen. Als er sich darauf setzte, bewegte sich der Stamm, und der Mann erkannte mit Schrecken, daß er den schlafenden Lindwurm aufgeweckt hatte. In Todesangst sprang er auf und kam noch glücklich nach Hause.


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